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Synopsis

Der Film erzählt anhand seiner Protagonisten eine Vielzahl von kleinen und großen Geschichten rund um die Stadt Ravensburg und das Rutenfest. Generationen übergreifend lassen Haupt- und Nebenfiguren den Zuschauer hautnah miterleben, was es heißt, wenn zum Fest die gesamte Stadt auf den Kopf gestellt wird. Schnell wird einem klar, dass es für die Ravensburger kein Entkommen gibt. Alle, ob jung oder alt, dafür oder dagegen, sind auf ganz individuelle Weise durch das Fest mit der Stadt verbunden und haben Strategien entwickelt, um diese bewegte Zeit zu erleben. Was nach den Festlichkeiten und dem großen Aufräumen bleibt, ist die neu belebte Identität mit diesem Ort und seinen schillernden Eigenheiten.

Exposé

Der Film unterscheidet zwischen Haupt- und Nebenfiguren, die durch die Geschichte hindurch begleitet werden. Die Hauptfiguren, zwischen drei und fünf Personen sind eng mit dem roten Faden des Filmes verknüpft. Der rote Faden selbst ist das Rutenfest und seine Eigenschaft, den Menschen so etwas wie eine Identität bzw. Zugehörigkeit zu geben. Die Nebenfiguren können zwar auch mehrmals auftauchen, dienen dramaturgisch aber mehr der Erfassung des Umfeldes über die Hauptfiguren hinaus. Die Nebenfiguren bieten Anekdoten, erzählerische Exkursionen und Momentaufnahmen an, die den Mikrokosmos
Rutenfest bereichern.

Die Hauptfiguren hingegen nehmen den Zuschauer emotional mit auf die Reise. Wir erleben mit ihnen Höhen und Tiefen, die sie durchschreiten müssen, um sich im Umfeld der Vorbereitungen des Festes und in der Festwoche selbst zu behaupten. Vieles von dem, was Ravensburg im allgemeinen charakterisiert und sich unter normalen Umständen erst durch eine lange Zeit vor Ort erschließt, tritt in der hektischen Zeit vor dem Fest unverfälscht und konzentriert zutage. So ergibt sich die Gelegenheit, ein sehr eindringliches Profil dieses Mikrokosmos aufzuspüren.

Um die Vielseitigkeit des Rutenfestes, der Stadt, der Region und ihrer Bewohner auch über Oberschwaben hinaus begreifbar zu machen wird der Film sein Doku - Genre über die Haupt- und Nebenfiguren hinaus erweitern, um mit dramaturgischen Mitteln das Wesen der Süddeutschen dem unwissenden Zuschauer näher zu bringen. So werden vereinzelt unterschiedliche Elemente aus anderen  Filmgenres eingesetzt, die das Gesehene nachbereiten oder Folgendes vorbereiten. Animationen wie Zeichentrick oder Puppenspiel werden als erzählerische Zäsur genutzt, um Zusammenhänge anschaulich zu verdichten und auf humorvolle Weise zu erklären. Ein weiteres Element ist ein im Bild auftauchender Moderator, der selbst Schwabe und mit den Gepflogenheiten der Schwaben vertraut ist und immer wieder die speziellen Eigenheiten der Ravensburger unter die Lupe nimmt. Satirisch und nicht immer ernst, kommt der fremde Zuschauer so dem Wesen des Ravensburgers auf die Spur. Kritisch und augenzwinkernd erhält aber auch der schwäbische Zuschauer selbst, gewissermaßen der Insider, einen Spiegel vorgehalten, der ihn gesellschaftlich einordnet. So gesehen ist der beschriebene Moderator für den ethnologischen Zugang zum Rutenfest zuständig.

Eine weitere Kunstfigur, ebenfalls von einem Insider verkörpert, wird sich in der Rolle eines historischen Stadtschreibers unters Volk mischen, um unmittelbare Erfahrungen zu machen. Die Rolle des Stadtschreibers schlägt die Brücke zwischen Historie und Gegenwart. Auch er wird in mancherlei Hinsicht die eine oder andere Überraschung erleben und vieles was möglicherweise Allgemeinwissen um das Rutenfest ist, wird durch ihn in ein neues Licht gerückt.

Dann sind da natürlich die Ravensburger selbst, die durch ihr Wissen um ihre Stadt und ihr Fest gefragt sind. Auch sie sollen gehört werden. Es wird das „Sofa der verwegenen Theorien“ geben, auf dem diejenigen Platz nehmen dürfen, die ihr Wissen oder Halbwissen über das Rutenfest ihren Mitmenschen mitteilen dürfen.

All diese Elemente sollen den klassischen Doku – Stil auflockernd ergänzen, ohne jedoch die Haupthandlungslinien, die durch die Hauptfiguren gezogen werden, zu beeinträchtigen.

Mit den Hauptfiguren, die so gewählt sind, dass sie eine große Bandbreite der Ravensburger Gesellschaft repräsentieren durchleuchtet der Film diesen reichen Mikrokosmos. Die Hauptfiguren teilen sich auf in die, die wirklich um jeden Preis Teil des Spektakels sein wollen und denjenigen, die dem Fest sehr kritisch, ja vielleicht sogar ablehnend gegenüber stehen. Zwischen diesen beiden Positionen, und das ist vielleicht der Kern des Films, bewegen sich die Figuren, die neben Leidenschaft und Ablehnung das wahre Wesen dieses Festes erfasst haben. Sie sind die Repräsentanten des Ergebnisses eines solchen Festes. Sie sehen darin das Identitätsstiftende Moment, die Wurzel dessen, was man möglicherweise Heimat nennt. Sie sind diejenigen, die durch dieses Fest zu Ravensburgern wurden. Mit allen Pro und Contras versehen nehmen sie diese Verbundenheit mit auf ihren Lebensweg.

Produktionsdaten

Genre: Dokumentarfilm, Länge: ca. 90 Minuten

Format: HD auf 35mm/Farbe (16:9), Dolby Surround

Drehzeit: Juli 2009 – August 2010

Regie/Buch: Servet Ahmet Golbol

Musik: Tango Five

Produzenten: Ulf Nürnberger, Nathalie Arnegger

Produktion: UN MEDIA TV- & FILMPRODUKTION, IMPALA Filmproduktion

Premiere: Rutenfest 2011

Mit Unterstützung von:

Stadt Ravensburg Rutenfestkommission

Exklusiver Medienpartner:

Schwäbische Zeitung
tews
Farny
Film Comission Bodensee Oberschwaben
WIR GmbH
OMIRA
MinusL
Hotel Altdorfer Hof
BW Bank
Bürgerliches Brauhaus
druckidee Jochen Abt e.K.
realisiert von revier.de

Rutenkinder

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